Kontoabschlüsse (Zinsen, Abschlussposten) und Kontoführungsgebühren werden von der Bank regelmäßig direkt gebucht. Diese Umsätze lassen sich über Bankregeln automatisch verbuchen, sodass keine manuelle Bearbeitung mehr erforderlich ist.
Voraussetzung
Sie benötigen ein Kosten- oder Ertragskonto, auf das die Buchung erfolgen soll, beispielsweise Nebenkosten Geldverkehr oder Zinseinnahmen. Dieses Konto muss im Kontenrahmen des betreffenden Objektes vorhanden sein.
Schritt für Schritt:
1. Bankregel anlegen
1. Dialog öffnen
Navigieren Sie im Objektmenü zu Banktransaktionen.
Öffnen Sie auf der rechten Seite die Registerkarte Bankregeln.
Klicken Sie in der Fußleiste auf die Schaltfläche Einträge hinzufügen.
Der Dialog neue Bankregel hinzufügen öffnet sich.Alternativ klicken Sie im betreffenden Bankumsatz unter dem Menüpunkt Banktransaktionen → Registerkarte Kontoumsatz verbuchen auf das Symbol
anwendbare Bankregeln analysieren.
Wählen Sie die Funktion neue Bankregel hinzufügen.
2. Bedingungen definieren
Legen Sie im Feld Wenn fest, dass Alle der folgenden Bedingungen zutreffen müssen.
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Fügen Sie folgende Bedingungen hinzu:
Geschäftsvorfall-Code: | Operator: ist | Wert: siehe Tabelle unten
(optional) Verwendungszweck: | Operator: beinhaltet | eindeutige Textinhalt aus dem Verwendungszweck
3. Buchung konfigurieren
Wählen Sie als Buchungstyp den Wert benutzerdefinierte Buchung.
Tragen Sie im Feld Buchungstext einen passenden Text ein, beispielsweise
${Ein-/Auszahlung}: ${Verwendungszweck}.Wählen Sie im Feld Gegenkonto das gewünschte Kostenkonto (z. B. Nebenkosten Geldverkehr) oder Ertragskonto (z. B. Zinseinnahmen).
Wählen Sie im Feld USt. inkl. den zutreffenden Wert.
4. Speichern
Klicken Sie in der Fußleiste auf die Schaltfläche speichern.
Die Regel ist sofort aktiv und wird beim nächsten Kontoauszugsimport angewendet.
ℹ️ Hinweis:
Haben Sie die Regel aus der Registerkarte Kontoumsatz verbuchen heraus angelegt, müssen Sie die Regel für den bereits importierten Umsatz erneut anwenden:
1. Markieren Sie den Kontoumsatz mit der Checkbox.
2. Klicken Sie in der Fußleiste auf die Schaltfläche Regeln anwenden. Der Umsatz wird daraufhin grün dargestellt und lässt sich automatisch verbuchen.
Der nächste Kontoauszugsimport, der einen Umsatz mit dem Geschäftsvorfall-Code und den Verwendungszweck enthält, wird nun grün (= hohe Übereinstimmung) dargestellt, sodass eine eine automatische Buchung möglich ist.
2. Welchen Geschäftsvorfall-Code verwende ich?
Die folgende Tabelle zeigt die gängigen Geschäftsvorfall-Codes gemäß Deutscher Kreditwirtschaft für diese Buchungsfälle:
| GVC | Geschäftsvorfall | Beschreibung |
|---|---|---|
| 805 | Abschluss | Abschluss (Zinsen, Gebühren, Provisionen, Steuern) |
| 808 | Gebühren | Gebühren allgemein (Kontoführung, Zusatzleistungen, Postenpreise) |
| 809 | Provisionen | wird von manchen Banken alternativ für bspw. Kontoführungsgebühren verwendet. |
ℹ️ Hinweis:
Einige Banken verbuchen Kontoführungsgebühren nicht unter dem Code 808, sondern unter 809:
1. Prüfen Sie im Zweifelsfall anhand eines bereits importierten Kontoauszugs, welchen Code Ihre Bank verwendet.
💡Tipp:
Enthält der Kontoabschluss Ihrer Bank separate Umsätze für Zinsen, Kapitalertragsteuer/Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag, legen Sie für jeden dieser Posten eine eigene Bankregel mit Verwendungszweck als zusätzlicher Bedingung und dem entsprechenden Gegenkonto an.
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